Junge Industrie fordert völlige Freigabe der Öffnungszeiten

8. Mai 2001, 15:01
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Salzer: Wirtschaftskammer infelexibel

Wien - Die Junge Industrie fordert neuerlich die völlige Freigabe der Öffnungszeiten im Handel. Es sei unverständlich, warum der Staat oder ein Landeshauptmann festlegen soll, wann ein Unternehmer seinem Geschäft am besten nachkommt, hieß es am Dienstag in einer Presseinformation. Bei den Ladenöffnungszeiten gehe es nicht um den Arbeitnehmerschutz.

"Einkaufen rund um die Uhr bleibt ein Wunschtraum", zeigt man sich über die Entwicklung der Diskussion rund um den Vorstoß von Bundesminister Martin Bartenstein zur Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten enttäuscht. Damit zeige die WKÖ wieder einmal ihre Inflexibilität, "wenn es um die Liberalisierung der österreichischen Wirtschaft geht", so der Bundesvorsitzende Thomas Salzer.

Völlige Deregulierung

Nach Ansicht der Jungen Industrie könnte die Diskussion um stundenmäßige Erweiterung durch eine völlige Deregulierung der Öffnungszeiten, auch an Sonn- und Feiertagen beendet werden: "Jedes Unternehmen ist dann gezwungen, sich zu überlegen, wann seine Kunden einkaufen wollen".

Das "Greisslersterben" sei ein typisches Beispiel für die misslungene Politik der WKÖ, weil man diesen Unternehmen auch nur beschränkte Möglichkeiten gebe, sich nach dem Bedarf der Kunden zu orientieren. Dies gelte sowohl für die Ladenöffnung, als auch für das viel zu rigide Gewerberecht. (APA)

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