Berlusconi denkt an Privatisierung von zwei RAI-Kanälen

8. Mai 2001, 15:02
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Ein öffentlicher Kanal ist genug

Der italienische Oppositionschef Silvio Berlusconi hat sich für die Privatisierung von zwei der drei Kanäle der öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Rundfunkanstalt RAI ausgesprochen. In einem Interview mit der Tagesschau "Tg 5" am Dienstag sagte der TV-Unternehmer, dass in Italien ein öffentlicher Kanal genüge. "Die Privatisierung von zwei Kanälen ist ein Vorschlag, der von der Mehrheit der politischen Parteien geteilt wird", so Berlusconi.

Seit 20 Jahren ist Berlusconi der König des italienischen Privatfernsehens. Er kontrolliert über die Familienholding Fininvest, deren Wert bis zu 20 Mrd. Euro mit einem Jahresumsatz von 2,2 Mrd. Euro geschätzt wird, drei national ausgestrahlte Fernsehsender (Canale 5, Rete 4 und Italia 1). Unter dem Dach seiner - in eine Vielzahl von teils mysteriösen Schachtelfirmen aufgesplitteten - Fininvest findet sich in erster Linie Mediaset, die Privat-TV-Anstalt, zu der die drei italienischen Sender sowie der spanische Kanal Telecinco gehören. (APA)

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