VoiceStream mit riesigem Quartalsverlust von 651 Mill. Dollar

8. Mai 2001, 14:51
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Umsatz der künftigen Tochter der Deutschen Telekom aber deutlich gestiegen

Das amerikanische Mobilfunkunternehmen VoiceStream Wireless Corporation hat im ersten Quartal dieses Jahres einen riesigen Verlust von 651,2 Mill. Dollar (730 Mill. Euro/10,05 Mrd. S) verbucht. In der Vorjahresvergleichszeit hatte die künftige Telekom-Tochter rote Zahlen von 203,3 Mill. Dollar ausgewiesen.

Der Umsatz stieg allerdings ebenso dramatisch auf 732,1 (Vorjahresvergleichszeit: 258,4) Mill. Dollar. Dies hat VoiceStream am Montag nach Börsenschluss bekannt gegeben.

Das Unternehmen wird von der Deutsche Telekom übernommen. die Transaktion hat nach derzeitigen Aktienkursen einen Wert von rund 29 Milliarden Dollar. Gleichzeitig kauft VoiceStream die US-Mobilfunkfirma Powertel. Die Unternehmen haben inzwischen alle notwendigen Genehmigungen der Aufsichtsbehörden für die Transaktion erhalten. Sie soll nach VoiceStream-Angaben am 31. Mai vollzogen werden.

VoiceStream hatte mit seinem Verlust von 2,54 (1,66) Dollar je Aktie besser gelegen als von den Wall-Street-Analysten erwartet. Sie hatten mit roten Zahlen von 2,55 Dollar je Aktie gerechnet.

VoiceStream verfügte am 31. März über 4,4 Mill. Kunden. Das Unternehmen hatte bereits früher mitgeteilt, dass es im ersten Quartal 484 700 Neukunden gewonnen hat. Die Gesellschaft wirbt sehr erfolgreich mit der amerikanischen Filmschauspielerin Jamie Lee Curtis.

VoiceStream-Chef John Stanton sprach von einem "starken Quartal". "Die anstehende Fusion mit der Deutsche Telekom und mit Powertel wird es uns ermöglichen, noch mehr US-Verbrauchern die besten Leistungen im Mobilfunkbereich zu bieten", erklärte Stanton. VoiceStream Unternehmen verwendet den in den Europa üblichen GSM-Mobilfunkstandard, während die meisten US-Konkurrenten andere Mobilfunk-Technologien einsetzen. VoiceStream ist der mit Abstand größte GSM-Anbieter in Nordamerika. (APA/dpa)

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