Afghanistan: Kämpfe nahe der Hauptstadt Kabul

8. Mai 2001, 14:33
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Offensive der Massud-Verbände gegen Taliban-Milizen

Islamabad - Nach dem Wiederaufflammen des Bürgerkriegs in Afghanistan ist es auch nahe der Hauptstadt Kabul zu Kämpfen zwischen den Taliban-Milizen und Verbänden ihres Gegners Ahmed Shah Massud, des Armeechefs der international anerkannten Regierung des Präsidenten Burhanuddin Rabbani, gekommen. Massuds Truppen haben am Dienstag Stellungen der Taliban in Dara Ghorbund, 50 Kilometer nördlich von Kabul, angegriffen, berichtete die in Pakistan ansässige afghanische Nachrichtenagentur AIP. In den vergangenen Wochen hatte es bereits Gefechte in den Provinzen Balkh, Kundus und Bamiyan gegeben.

Die Rabbani-Regierung ist nach eigenen Angaben zu einem Waffenstillstand bereit, wenn auch die Taliban-Milizen einem entsprechenden UNO-Vorschlag zustimmen. Die vom Iran und den zentralasiatischen Ex-Sowjetrepubliken unterstützte Rabbani-Regierung kontrolliert nur noch fünf Prozent des afghanischen Staatsgebiets. Unter dem Eindruck des Flüchtlingselends drängen die Vereinten Nationen die Bürgerkriegsparteien zu einem Waffenstillstand. Die UNO spricht von einer humanitären Katastrophe in Afghanistan. Rund eine halbe Million Menschen leben als Flüchtlinge im eigenen Land, meist in katastrophalen Verhältnissen. Viele Menschen sind in Nachbarländer geflohen, vor allem nach Pakistan. In den Taliban-beherrschten Gebieten werden ethnische und religiöse Minderheiten verfolgt und Frauen völlig entrechtet. (APA/dpa)

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