Erste bietet Tochter zum Kauf

8. Mai 2001, 19:32
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Abgabe eines Teils der Slovenska Sporitelna

Wien - Die Erste Bank verhandelt mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) über eine Beteiligung dieser an der Erste-Tochter Slovenska Sporitelna, will aber die Zwei-Drittel-Mehrheit behalten. Damit könnte die Erste bis zu 19,9 Prozent an der Slovenska an die EBRD abgeben, bestätigte ein Sprecher der Erste Bank am Dienstag. Der Anteil der Ersten Bank, die im Jänner 87,18 Prozent an der Slovenska Sporitelna erworben hat, könnte sich damit auf gut 67 Prozent reduzieren. Ein Abschluss der Verhandlungen sei in den nächsten Wochen zu erwarten, hieß es. Die Beteiligung soll die Zusammenarbeit mit der EBRD in der Projektfinanzierung unterlegen. Als Kaufpreis für die 87,18 Prozent waren 425 Mio. e (5,85 Mrd. S) fixiert worden.

Bei der Hauptversammlung betonte Generaldirektor Andreas Treichl am Dienstag: "Keine Anlehnungsüberlegungen, wir brauchen keinen Bankpartner." Die Erste wolle die Zentrale in Österreich haben und unabhängig bleiben. Der Vorstand der Bank verteidigte seine Dividendenpolitik. Mit 32,6 Prozent liege die Ausschüttungsquote für 2000 im Mittelfeld der zum Börsegang angestrebten Quoten, sagte Vorstandsdirektor Reinhard Ortner. Die Dividende bleibt mit 1,24 Euro je Aktie unverändert. (APA/Reuters/DER STANDARD, Printausgabe 9.5.2001)

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