Bessere Arbeitsbedingungen für Gesundheits- und Sozialberufe

8. Mai 2001, 14:16
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BetriebsrätInnen plädieren für Anerkennung sozialer Arbeit

Einen raschen Abschluss eines Kollektivvertrages mit klaren Zielsetzungen forderten die Betriebsratsvorsitzenden der BAGS (Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe)-Mitgliedervereine auf einer Konferenz in Wien.

"Ein Kollektivvertrag für diesen Bereich muss dem sozialen und volkswirtschaftlichen Nutzen dieser Arbeit gerecht werden. Knapp 40.000 Beschäftigte der privaten sozialen Dienste bieten fachliche Kompetenz, ein hohes Maß an Engagement und Motivation bei gleichzeitig großer beruflicher Flexibilität. Diese Qualität professioneller Arbeit erfordert die Umsetzung durchgehend guter Arbeitsbedingungen", heißt es in einer Resolution an die ArbeitgeberInnen der BAGS-Mitgliedervereine.

Angesichts der Bedeutung des Bereichs überrascht die derzeitige Arbeitgeberhaltung bei den Verhandlungen. "Es ist nicht zu verstehen, dass die ArbeitgeberInnen-Seite eine Verschlechterung der Entgeltsituation für ca. 75 Prozent der Beschäftigten erreichen will und somit den Subventionsgebern Kürzungen des Budgets für diese Vereine leicht macht", so der zuständige GPA-Wirtschaftsbereichssekretär Reinhard Bödenauer.

Dabei haben die BetriebsrätInnen in den letzten drei Jahren große Kompromissbereitschaft bei der Realisierung von Arbeitszeitflexibilisierung, bei der Angleichung ArbeiterInnen- und Angestellte und der Veränderung der Einkommenskurve in Richtung Abminderung des Senioritätsprinzips gezeigt.

Umso unverständlicher ist die Haltung der ArbeitgeberInnen bei den laufenden Verhandlungen. Eine massive Verringerung des Lebenseinkommens um bis zu 30 Prozent kann keine Zielsetzung eines konstruktiven Kollektivvertragsabschlusses sein. Hohe Qualität der Dienstleistungen im Sozialbereich wird man nicht durch Lohndumping erreichen können. Die Betriebsratsvorsitzenden der BAGS fordern daher die Geschäftsführungen auf, gemeinsam mit den MitarbeiterInnen die Qualität dieser Arbeit durch den Abschluss eines guten BAGS-Kollektivvertrages gegenüber den Kostenträgern zu vertreten. (red)

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