Deutsche Konjunkturdaten nicht erfreulich

8. Mai 2001, 13:40
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Welteke: Struktur- und Fiskalpolitik gefordert

Frankfurt - Die jüngsten deutschen Konjunkturdaten sind nach Worten von Bundesbankpräsident Ernst Welteke nicht erfreulich. "Der Rückgang der Auftragseingänge und die Entwicklung am Arbeitsmarkt sind alles andere als erfreulich", sagte Welteke am Dienstag am Rande einer Veranstaltung zur Euro-Bargeldeinführung in Frankfurt. Angesichts dieser Entwicklung sei vor allem die Struktur- und Fiskalpolitik gefordert. Zugleich sei aber weder in Deutschland noch in Europa noch in den USA eine Rezession zu erwarten.

Den jüngsten Inflationsanstieg in Deutschland bezeichnete Welteke als vorübergehend. Er beruhe vor allen Dingen auf preistreibenden Effekten im Zuge der hohen Benzinkosten und der Maul- und Klauenseuche. "Dennoch dürfte es schwierig werden, im Jahresmittel in der Euro-Zone die EZB-Toleranzgrenze von 2,0 Prozent (bei der Inflation) zu erreichen", sagte Welteke.

Die Auftragseingänge im deutschen Verarbeitenden Gewerbe waren im März nach Angaben des Bundesfinanzministeriums insbesondere wegen der rückläufigen Auslandsbestellungen nach vorläufigen Berechnungen preis- und saisonbereinigt um 4,4 Prozent zum Vormonat gesunken. Seit vergangenen Juni liegt die Inflationsrate in der Euro-Zone über 2,0 Prozent und betrug im März 2,6 Prozent. (APA/Reuters)

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