ADSL: Europa hinter den USA

8. Mai 2001, 12:43
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Genf - Beim Internet-Zugang über die rasche Breitbandtechnologie ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) liegt Europa immer noch deutlich hinter den USA und Asien. Einer Studie Internationalen Telekommunikations-Union (ITU) zufolge, verfügt derzeit noch kein europäisches Land über mehr als eine Million ADSL-Anschlüsse. In den USA hingegen sind es bereits sieben Millionen, also rund acht Prozent der Haushalte, und in Südkorea hat bei rund fünf Millionen Anschlüssen sogar schon ein Viertel aller Haushalten ADSL. ITU-Experte Tim Kelly sieht die Gründe dafür in zu hohen Preisen, mangelnden staatliche Investitionen sowie in der im Vergleich zu den USA weit später erfolgten Öffnung des Telekommunikationsmarktes.

In Österreich gibt es laut Austrian Internet Monitor (AIM) derzeit rund 60.000 ADSL-Anschlüsse. Das entspricht rund 2 Prozent der 3,2 Millionen heimischen Haushalte. Die fortgeschrittensten Ländern in Europa sind Dänemark und Schweden. In Deutschland gibt es im Moment rund 200.000 aktive ADSL-Abonnenten, nur 0,6 Prozent aller Haushalten. (APA/sda)

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