Erstes "Babyfenster" in der Schweiz eingerichtet

8. Mai 2001, 12:35
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Unterstützung für Mütter in Notlagen

Einsiedeln/Wien - Das Regionalspital Einsiedeln im Kanton Schwyz richtet das erste "Babyfenster" in der Schweiz ein. Dort haben Mütter, die ihr Neugeborenes nicht behalten können oder wollen, die Möglichkeit, ihr Kind anonym abzugeben.

Ähnliche "Babyklappen" oder "Babynester" gibt es in Österreich, u.a. in Wien und Kärnten. Auch beim LKH Graz ist eine derartige Einrichtung geplant.

Das Babyfenster sei ein Hilfsangebot für Mütter in auswegslosen Lagen, teilte die Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind, Mitorganisatorin des Projekts, am Dienstag mit. Mütter in auswegloser Lage könnten ihr Neugeborenes anonym und legal in das Fenster legen, dieses schließen und sich entfernen.

Daraufhin gibt es im Spital zeitverzögert Alarm, das Pflegepersonal nimmt sich des Kindes an. Damit komme das Baby in gute Hände, schreibt die Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind. Die Mutter verdiene Achtung, denn sie sie wolle für das Kind nur das Beste. Sie hat während sechs Wochen das Recht, das Baby zurückzufordern. (APA)

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