Österreich: Anstieg bei Geburten im Jahr 2000

8. Mai 2001, 12:32
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Das Schaltjahr war schuld daran

Wien - Eine positive Geburtenbilanz hat das Jahr 2000 den Österreichern beschert: Im vergangenen Jahr kamen insgesamt 78.268 Kinder lebend zur Welt, das sind um 130 (0,17 Prozent) mehr als 1999 (78.138), teilte die Statistik Austria mit. Einziger kleiner "Wermutstropfen" der guten Nachricht: 2000 war ein Schaltjahr und kann daher nicht ohne Einschränkung zu einem Vergleich herangezogen werden.

215 Baby pro Tag

An einem Tag kommen österreichweit durchschnittlich 215 Babys zur Welt. Zieht man diese Zahl - für den 29. Februar 2000 - ab, so wird aus dem Plus vor dem Ergebnis wieder ein Minus. Trotzdem bleibt die Nachricht erfreulich, da der Rückgang in den vergangenen Jahren laut Statistik Austria im Schnitt jährlich bei rund 3.500 Geburten lag. Den letzten Anstieg bei den Geburten gab es - ebenfalls in einem Schaltjahr - 1996.

Mehr Geburten als Tedesfälle

Insgesamt ist die Bilanz positiv: Im Jahr 2000 überstieg die Anzahl der Geburten jene der Sterbefälle um 1.488. Verantwortlich dafür waren die westlichen Bundesländer Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg, während die anderen Länder Geburtendefizite auswiesen.

Uneheliche Kinder

Der Baby-Zuwachs ging dabei ausschließlich auf das Konto der unehelichen Geburten. Sie stiegen im Vorjahr auf 24.497 (1999: 23.826), die Unehelichenquote erreichte die neue Rekordmarke von 31,3 Prozent (1999: 30,5 Prozent). An der Spitze bei den unehelichen Geburten lag Kärnten mit 43,1 Prozent, das Schlusslicht bildete das Burgenland mit 21,3 Prozent. (APA)

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