Gestohlene Lucent-Daten angeblich nicht in China

8. Mai 2001, 11:38
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Datang wehrt sich gegen Spionagevorwürfe

Das chinesische Telekom-Unternehmen Unternehmen Datang Telecom Technology wehrt sich gegen die erhobenen Spionagevorwürfe. Das Unternehmen ließ wissen, von Lucent Technologies keine Daten erhalten zu haben. Wie pressetext.austria in der Vorwoche berichtete, sind drei Lucent-Mitarbeiter mit chinesischer Herkunft in den USA verhaftet worden, weil sie angeblich den Quellcode und die Software vom PathStar Access Server gestohlen haben.

Datang bestreitet Vorwürfe

Die Inhaftierten stehen unter Verdacht, dass das Diebsgut an die im Staatseigentum befindliche Datang weitergegeben hätte werden sollen. Das chinesische Unternehmen bestritt entsprechende Medienberichte und stellte klar, den Quellcode nicht erhalten zu haben. Als börsennotiertes Unternehmen sei es den Aktionären verpflichtet und habe sich immer strikt an die Gesetze gehalten, so Datang in einer Stellungnahme. Außerdem habe man bereits mit namhaften internationalen Unternehmen (inklusive Lucent und anderen US-Telekom-Unternehmen) zusammengearbeitet.

Investionen bei ComTriad waren geplant

Datang gestand ein, eine Investition in ComTriad geplant zu haben. ComTriad Technologies ist das im Januar 2000 von den drei inhaftieren Lucent-Mitarbeitern in China gegründete Unternehmen. Laut US-Anklageschrift wollte Datang 1,2 Mio. Dollar im Tauschwert von 1,2 Mio. ComTriad-Aktien investieren. Dies bestätigte der Staatsbetrieb allerdings nicht und stellte im Gegenzug fest, dass das Prozedere noch nicht abgeschlossen und noch kein Geld überwiesen sei.(pte)

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