Die face-to-face-Bewerbung

16. November 2001, 11:43
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Kontakte auf Messen und Seminaren aktiv nutzen

Die Live-Bewerbung, bei der man einem Personalentscheider face-to-face gegenüber steht, bedarf einerseits Mut andererseits aber auch einer perfekten Selbstpräsentation. Wer sich auf Messen, über Netzwerke oder auf anderen Veranstaltungen hervortut, ist seinen Konkurrenten um den Job einen Schritt voraus.

Selbstpräsentation

"PR in eigener Sache" ist das Zauberwort für Bewerber geworden. Das heißt, seine ganze Persönlichkeit ins Spiel zu bringen, ein komplettes, rundes Bild von sich – mit Umgangsformen, Körpersprache, Dynamik zu liefern und so direkt auf die Firma zuzugehen. Denn jedes Unternehmen sucht heute nach Leuten, die sich vom Durchschnitt abheben.

Taktik

Unternehmen präsentieren sich auf Messen, um Geschäfte abzuschließen, und werden deshalb schnell genervt reagieren, wenn man zu lange auf sie einredet.

Besser ist es, einen ruhigen Moment abzuwarten und dann ein Gespräch zu beginnen. Stellen Sie Fragen über den Messeverlauf oder das Unternehmen, die zeigen, dass Sie interessiert und auch bereits gut informiert sind. Sammeln Sie Visitenkarten, oder notieren Sie sich die Namen der Gesprächspartner. Einige Tage später können Sie dann eine vollständige Bewerbungsmappe losschicken und den ersten Satz des Schreibens auf das Treffen beziehen.

Kurse, Netzwerke,...

Für die Selbstpräsentation eignen sich aber auch Weiterbildungskurse, Frauennetzwerke oder Veranstaltungen von Berufsverbänden. Suchen Sie Gespräche mit Dozenten, Referenten oder Personalchefs – vermeiden Sie jedoch, plump Ihr Anliegen zu offenbaren. Erkundigen Sie sich eher nach neuen Entwicklungen in dieser oder jener Firma, signalisieren Sie geschickt das eigene Interesse.

Private Kontakte

Bei privaten Kontakten muss man seine Hemmschwellen abbauen. Immer wieder trifft man Menschen, die wichtig sein könnten oder einem weiterhelfen könnten. Oft ist man aber zu schüchtern und will vor allem die private Situation nicht ausnutzen, die eigenen beruflichen Interessen voranzutreiben.

In den USA jedoch ist die Aktivierung privater Kontaktpools längst gang und gäbe. Keiner findet dort etwas dabei, unverbindlich nachzufragen, wie es um die Personalsituation in der Firma bestellt ist, ob jemand gekündigt hat.

Auf einer Party auch das Thema "Beruf" anzuschneiden, ist legitim, wenn es nicht ausartet und die anderen oder gar den Befragten langweilt. (red)

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