USA fordern Rückkehr von Spionageflugzeug

9. Mai 2001, 06:44
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Powell soll Streit "über diplomatische Kanäle" lösen

Washington - Der Streit zwischen den USA und China um die Rückkehr des auf der Insel Hainan notgelandeten amerikanischen Spionageflugzeuges schwelt weiter. Nachdem Peking am Dienstag einen Rückflug der Maschine ausgeschlossen hatte, bekräftigte Washington seine Forderung nach eine baldige Rückführung. Außenamtssprecher Richard Boucher sagte in Washington, die schnellstmögliche Rückkehr der Maschine sei ebenso im amerikanischen wie im chinesischen Interesse. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sagte auf einer Pressekonferenz, der Streit solle von Außenminister Colin Powell über diplomatische Kanäle gelöst werden.

Zuvor hatte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums mitgeteilt, China werde das Flugzeug nicht ausfliegen lassen. Die Rückgabe wurde aber nicht kategorisch ausgeschlossen. Die USA erwägen eine Demontage der Maschine und einen anschließenden Rücktransport per Schiff.

Das amerikanische Spionageflugzeug vom Typ EP-3 war Anfang April nach einer Kollision mit einem chinesischen Abfangjäger auf Hainan notgelandet. Die Besatzung wurde dort elf Tage lang festgehalten. (APA/AP)

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