Telefonie für Gehörlose

8. Mai 2001, 09:12
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Mit kleiner Kamera und Dolmetschzentrale

Aachen - Das Mobilfunknetz der dritten Generation UMTS soll Gehörlosen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation eröffnen. Europäische Wissenschafter entwickeln dazu ein UMTS-taugliches Mobiltelefon, mit dem Gehörlose in Gebärdensprache telefonieren und Informationen abfragen können, teilte der Lehrstuhl für Technische Informatik an der RWTH Aachen am Montag als Projektpartner mit.

Das dreijährige Projekt WISDOM (Wireless Information Services for Deaf people on Move) mit zehn Partnern aus Spanien, England, Schweden und Deutschland werde mit rund zwölf Millionen Mark (6,14 Mill. Euro/84,4 Mill. S) von der Europäischen Kommission gefördert.

Das Laptop-ähnliche Videotelefon werde mit einer kleinen Kamera ausgestattet. Durch die Übertragung von Bildern könnten zwei Gehörlose "ganz natürlich" in Gebärdensprache miteinander telefonieren.

Zum Gespräch mit Hörenden werde eine Dolmetscherzentrale eingerichtet, teilte Jörg Zieren vom Aachener Lehrstuhl mit. Der Dolmetscher übersetze die Gebärdensprache, die er auf dem Bildschirm sehe, für den Hörenden in Lautsprache. (APA/dpa)

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