Israelische Armee beschlagnahmt 40 Tonnen Waffen

8. Mai 2001, 08:54
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Boot voller Raketen und Granaten aufgegriffen

Jerusalem - Die israelische Armee hat 40 Tonnen Waffen beschlagnahmt, die nach ihrer Darstellung an die Palästinenser geliefert werden sollten. Nach Militärangaben vom Montag nahm die Marine am Sonntag auf der Höhe der Stadt Rosch Hanikra an der Mittelmeerküste ein libanesisches Fischerboot hoch, das mit Waffen voll beladen war. Dabei seien vier libanesische Waffenschmuggler festgenommen worden.

Das Fischerboot war mit einem riesigen Arsenal an Katjuscha-Raketen, Luftabwehrraketen, Granaten und Tretminen an Bord unterwegs zum Gazastreifen, hieß es. Der Umfang der Waffenlieferung sei so gewaltig, dass damit "das Gleichgewicht der Kräfte in unserem derzeitigen Kampf mit den Palästinensern" geändert werden könnte, erklärte Admiral Yedidia Yaari am Montag in Haifa. Die palästinensische Regierung bestritt eine Beteiligung an dem Schmuggel.

Nach Angaben eines Militärsprechers kam das Schiff aus dem Libanon und hatte den Gazastreifen zum Ziel. An Bord seien unter anderem Raketen, Mörsergranaten, automatische Schusswaffen, Minen und Munition gewesen. Der palästinensische Informationsminister Yasser Abed Rabbo bestritt, dass die palästinensische Führung oder die PLO in den Waffenschmuggel verwickelt sei. (APA/AP)

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