Männer wie die ...

11. Mai 2001, 18:15
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... oder jünger, dominieren die US-Sitcoms - Minderheiten und Frauen sind hingegen unterrepräsentiert

In Fiction-Programmen der US-amerikanischen Fernsehsender werden nach wie vor Frauen und Minderheiten benachteiligt. Dies ergab eine aktuelle Studie der Menschenrechtsgruppe "Children Now" . Demnach dominierten in Sitcoms und TV-Filmen weiße, männliche Mittelschichtamerikaner zwischen 30 und 40 Jahren, so die Untersuchung. Minderheiten kämen im Vergleich zur Bevölkerungszahl nur unzureichend zum Zug.

Laut Studie sind vor allem in Sitcoms die Minderheiten unterrepräsentiert. Während 64 Prozent der Handlungen in der weißen Mittelschicht angesiedelt sind, spielen nur 17 Prozent in der schwarzen Bevölkerungsschicht. Asiaten (drei Prozent) und Latinos (zwei Prozent) sind kaum vorhanden. 14 Prozent der Sendungen sind ethisch gemischt. Im Vergleich dazu machen Schwarze und Latinos je zwölf Prozent sowie Asiaten neun Prozent der US-Bevölkerung aus.

Hübsch, dünn, weiß

Weiterhin seien in den Sitcoms doppelt so viele Männer als Frauen Handlungsträger. "Sie sind meistens jung, hübsch, dünn und weiß", so die Autoren.

Nach ähnlichen Ergebnissen im Vorjahr hatten die US-Networks versprochen, den ethischen Mix künftig besser zu reflektieren. "Wir haben enorme Anstrengungen unternommen, um die Vielfalt unserer Gesellschaft sowohl vor als auch hinter den Kameras sowie bei den Entscheidungsträgern zu verbessern", erklärte CBS-Sprecher Chris Ender. Dennoch könne noch mehr getan werden, gestand er ein. Die anderen Networks lehnten eine Stellungnahme ab. (pte)

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