Stopp für Werbespot der Telekom

7. Mai 2001, 20:01
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Landesgericht Rostock beanstandet "Irreführung"

Das Landgericht Rostock hat in einem Eilverfahren den TV-Werbespot "Abgefahren" zum Aktiv-Plus-Tarif der Deutschen Telekom mit sofortiger Wirkung gestoppt. Dies teilte der Telekommunikationsanbieter Tele2 am Montag mit, der einen entsprechenden Antrag gestellt hatte. Das Landgericht habe seine Entscheidung damit begründet, dass der Werbespot den Verbraucher in die Irre führe.

Diese Irreführung resultiere aus dem kaum lesbaren Fließtext über die monatliche Grundgebühr und die Mindestvertragslaufzeit. Die Einblendung der verschiedenen Minutenpreise erreiche dagegen einen wesentlich stärkeren Blickfang. In der Urteilsbegründung hieß es: "Die beteiligten Richter waren auch bei größter Aufmerksamkeit nicht in der Lage, den Text überhaupt zu lesen, weil die Schrift zu klein ist und der Text schnell durch das Bild läuft. Der durchschnittliche, unvoreingenommene Verbraucher nimmt die Angaben in dem Fließtext erst recht nicht wahr."

Somit seien die für den Verbraucher entstehenden Kosten nicht hinreichend erkennbar. Die Richter forderten die Telekom auf, den Fließtext und die Einblendung der Minutenpreise in ein angemessenes Verhältnis zu bringen und die Lesbarkeit zu erhöhen. Das Urteil wird erst dann rechtskräftig, sobald die Telekom den Eingang der einstweiligen Verfügung bestätigt. (pte)

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