"Carmen Flamenco" im Ronacher

8. Mai 2001, 09:55
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Weltweit gefeierte Produktion von Rafael Aguilar

Wien - Nach einem Kurzgastspiel in Oslo kommt das "Ballet Teatro Espanol de Rafael Aguilar" mit seiner weltweit gefeierten Carmen Flamenco-Produktion in das Etablissement Ronacher. Rafael Aguilar hält sich in seiner Carmen-Interpretation weitgehend an Prosper Mérimées Romanvorlage und verbindet Einspielungen aus George Bizets Oper mit den von Gitarristen und Sängern live dargebrachten Flamencorhythmen. Aguilar sieht in Carmen die Verkörperung der "teuflischen" Frau, die alle Gesetze der bürgerlichen Moral bricht.

Der 1995 verstorbene Choreograph reüssierte einst als klassischer Tänzer und galt als Spezialist für spanische Kultur. Die expressive wie rhythmische Vielfalt der stilistisch unterschiedlichen Flamencotänze verstand er stets dramatisch zu nützen. Auch in Carmen ist der stolze Flamenco die treibende Kraft dieser turbulenten Geschichte von Liebe und Tod. Um die Standesunterschiede zu verdeutlichen, wird hier der charakteristische Flamenco aber mit Boléro, klassischen Schritten und Elementen des modernen Tanztheaters kombiniert. Die Revue wurde bereits Mitte der 90er-Jahre in Wien präsentiert. Die Titelrolle interpretiert wieder Trinidad Artiguez.
(Ursula Kneiss/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8. 5. 2001)

Carmen Flamenco

Etablissement Ronacher
1., Seilerstätte 9
Karten unter
(01) 880 88
oder
(01) 588 85
Bis 23. Mai

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