Grüne wollen Verkauf der Hypo Tirol Bank

7. Mai 2001, 18:58
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"Totalverkauf" da das Land von der Bank "nicht allzu viel" habe

Innsbruck - In der Tiroler Landesregierung dürfte am Dienstag eine Vorentscheidung über die weitere Zukunft der landeseigenen Hypo Tirol Bank fallen. Landeshauptmann Wendelin Weingartner (V) wird das von der Landesregierung in Auftrag gegebene Gutachten zweier Schweizer Consulter vom Swiss Banking Institute, Zürich, präsentieren.

Der Landtag muss dann darüber entscheiden, welche der beiden Holding-Varianten (mit der Südtiroler Sparkasse bzw. mit der Raiffeisen-Landesbank) infrage kommt.

Georg Willi, Klubobmann der Tiroler Grünen, forderte, dass "alle Unterlagen auf den Tisch der Abgeordneten" gelegt werden sollten. Die zwei Schweizer dürften in dem Gutachten auch einen "wesentlich weiteren Weg", den einer gänzlichen Privatisierung der Hypo Tirol Bank, angesprochen haben. Der Holding-Variante mit der Südtiroler Sparkasse sollen die Gutachter "den Vorzug" gegeben haben.

Die Grünen würden sich für einen "Totalverkauf" einsetzen, da derzeit das Land von der Bank "nicht allzu viel" habe. Fest stehe, dass es zu einer raschen Entscheidung kommen solle, da auch wegen der bevorstehenden Euro-Einführung "der Markt immer härter" werde. Die Hypo Tirol Bank und die Südtiroler Sparkasse hatten sich im Dezember 2000 auf die Gründung einer Holding geeinigt. Innerhalb der Landesregierung ist man sich über die Zukunft der Hypo nicht einig. (APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8. 5. 2001)

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