Aus Bull wird Integris: Visionen statt Produkte

7. Mai 2001, 18:49
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Umsatzanstieg auf 2,3 Milliarden Euro bis zum Jahr 2003 geplant

Wien - Die Umstrukturierungen in dem französischen IT-Konzern Bull SA zeigen nun auch in Österreich ihre Auswirkungen: Die österreichische Bull AG und ihre hundertprozentige Tochter MCC System Solutions werden in das neue Tochterunternehmen Integris eingegliedert und in Zukunft auch unter diesem Namen auf dem Markt auftreten.

Die Firma Integris entstand aus dem ehemaligen Bull-Kernbereich "Services", der weltweit mehr als 10.000 Mitarbeiter beschäftigt und zuletzt einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro (23,4 Mrd. S) erzielte.

Bis zum Jahr 2003, so kündigte Chief Operating Officer Werner Fuhrmann bei der Präsentation der neuen Firmenkonstellation an, soll der Umsatz auf 2,3 Milliarden Euro erweitert werden.

Der Bull-Konzern selbst gliedert sich mit der Umstrukturierung in drei Organisationen auf: Integris, die auf Entwicklung und Verkauf von Security-Software spezialisierte Firma Evidian sowie die Bull Infrastructure & Systems, die in Österreich allerdings nicht selbstständig auftritt, sondern hierzulande als Bestandteil der Integris AG vertreten ist.

Integris Österreich hat seinen Firmensitz in Wien-Liesing und beschäftigt rund 120 Mitarbeiter, der Jahresumsatz wurde zuletzt auf 412 Mio. Schilling errechnet. Das Unternehmen will sämtliche Aspekte der modernen Net-Economy abdecken.

Für Fuhrmann ist dabei vor allem die Kundennähe von immenser Bedeutung: Während früher oft nur der Verkauf der Produkte im Vordergrund stand, soll Integris entsprechend den neuen Marktanforderungen "an den Visionen seiner Kunden teilhaben" und deren Umsetzung vorantreiben. (ufw, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8. 5. 2001)

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