"Enemy at the Gates" am Index russischer Kriegsveteranen

7. Mai 2001, 18:27
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Forderung nach landesweitem Verbot - Annaud stelle "Rote Armee" zu negativ dar

Moskau - Russische Kriegsveteranen haben ein landesweites Verbot des Stalingrad-Films "Enemy at the Gates" gefordert, weil sie sich von dem Werk herabgesetzt fühlen. Am Montag protestierten die ehemaligen Weltkriegskämpfer nach einer Meldung der russischen Nachrichtenagentur ITAR-TASS vor der russischen Staatsduma gegen die ihrer Meinung nach verfälschende Darstellung des Regisseurs Jean-Jacques Annaud.

Kanonenfutter tyrannischer Kommandeure

Die Demonstranten bemängelten vor allem, dass die Rote Armee in dem Film zu negativ wegkomme. Zum Beispiel würden russische Soldaten als bloßes Kanonenfutter in der Hand tyrannischer Kommandeure der Roten Armee dargestellt.

Beachtlicher Unmut in Wolgograd

Vor allem in der Region um Wolgagrad, dem ehemaligen Stalingrad, sorgte Annauds Film seit seinem Kinostart vor einem Monat für Unmut. Bei der Schlacht zwischen der deutschen Wehrmacht und der russischen Armee um Stalingrad waren zwischen August 1942 und Februar 1943 mehrere hunderttausend Menschen gestorben. (APA)

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