Briten ziehen repariertes Atom-U-Boot aus Gibraltar ab

7. Mai 2001, 15:00
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"Tireless" löste schwere Krise zwischen Madrid und London aus

Gibraltar - Nach umfangreichen Reparaturarbeiten ist ein seit fast einem Jahr vor Gibraltar festliegendes britisches Atom-U-Boot am Montag aus dem Hafen der britischen Kolonie ausgelaufen. Damit legte Großbritannien eine Kontroverse mit Spanien bei, das den Rücktransport des Bootes nach Großbritannien verlangt hatte. Die "Tireless" wurde beim Auslaufen von britischen Patrouillenbooten eskortiert. Nach einem Störfall am Kühlsystem seines Atomreaktors hatte sich die "Tireless" im vergangenen Mai von einer Fahrt im Mittelmeer mit letzter Kraft in den Hafen der britischen Kolonie gerettet. Bei dem Störfall im Mittelmeer war eine geringe Menge kontaminierten Kühlwassers ausgetreten.

Spanische Umweltschützer und Anrainer waren gegen den Aufenthalt des havarierten Bootes Sturm gelaufen und hatten gefordert, die "Tireless" zu Reparaturarbeiten nach Großbritannien zu bringen. Die britische Marine entschloss sich jedoch dazu, das Boot im Hafen zu reparieren. Wohin das U-Boot fahren sollte, blieb unklar. Von der britischen Marine ist jedoch der Hafen des südenglischen Devonport ins Gespräch gebracht worden.

Der Streit über das U-Boot, das mit Tomahawk-Raketen bestückt werden kann, hatte zu weiteren Irritationen im Verhältnis zwischen Großbritannien und Spanien geführt. Die Regierung in Madrid verlangt die Rückgabe Gibraltars, das 1713 im Vertrag von Utrecht Großbritannien zugeschlagenen wurde. (APA/Reuters)

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