Vier Millionen Dollar-Spritze für neue Musik

7. Mai 2001, 15:08
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Kunstmäzen Alberto Vilar unterstützt Berliner "American Academy"

Berlin - Der amerikanische Opernmäzen Alberto Vilar engagiert sich jetzt auch im Berliner Musikleben. Er werde vier Millionen Dollar spenden, damit Komponisten, Musiker und Dirigenten aus den USA eine Zeit lang am deutsch-amerikanischen Kulturinstitut American Academy in Berlin arbeiten können, sagte Vilar am Montag in Berlin. Gleichzeitig sollen die Künstler mit ihren deutschen Kollegen an gemeinsamen Aufführungen an Berliner Opernhäusern und mit den Orchestern zusammenarbeiten.

Vilar: einer der ersten Microsoft-Investoren

So soll von September an auf Vorschlag einer Jury ein Künstler für jeweils ein Semester nach Berlin kommen. Er wolle vor allem Musiker unterstützen, die sich mit dem Verhältnis von Technologie und Musik befassen, sagte Vilar, der als einer der ersten Microsoft- Investoren sein Milliarden-Vermögen mit Technologie-Firmen aufgebaut hat. Zu seiner ursprünglichen Idee, das Geld direkt den Berliner Opernhäusern zukommen zu lassen, sagte er: "Die American Academy hat sich als erste gemeldet."

Grosszügiger Gönner: 225 Millionen Dollar in 3,5 Jahren

Der auf Kuba geborene Vilar fördert unter anderem die Bayreuther Wagner-Festspiele, das Festival Baden-Baden und die Salzburger Festspiele. Außerdem gilt er als wichtigster Sponsor der Metropolitan Opera in New York und des Londoner Royal Opera House. Seit 1998 soll Vilar unbestätigten Angaben zufolge Klassik-Projekte mit mindestens 225 Millionen Dollar unterstützt haben.

Deutsch-amerikanische Kultur-Freundschaft

Die Spende sei ein Meilenstein in den deutsch-amerikanischen Kulturbeziehungen, sagte der Kuratoriumsvorsitzende der American Academy, der frühere UNO-Botschafter Richard Holbrooke. Berlins Kultursenator Christoph Stölzl (CDU) begrüßte Vilars Engagement als neuen Impuls für die Brücke Berlin-USA. Auf Einladung der deutschen Bundesregierung wird Vilar in den kommenden Monaten auf einer Vortragsreise durch Deutschland über Kunst und Philanthropie sprechen. (APA/dpa)

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