NS-Entschädigungen: IKG hofft auf Unterstützung durch Eizenstat

7. Mai 2001, 14:54
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Muzicant: US-Verhandler hat bei Treffen in Vorwoche "großes Verständnis" für Standpunkt der IKG zugesagt

Washington/Wien - Ariel Muzicant, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), hofft in der Restitutionscausa auf Unterstützung seines Standpunkts durch den früheren US-Vizefinanzminister und Entschädigungsverhandler Stuart Eizenstat. Der IKG-Präsident hat in der Vorwoche eine Delegation der IKG bei Gesprächen mit offiziellen US-Stellen angeführt. Eizenstat habe dabei "großes Verständnis" für die Haltung der IKG gezeigt und namens der US-Behörden Unterstützung für die Forderungen zugesagt, hieß es in einer Aussendung am Montag.

Die IKG lehnt das im Jänner vereinbarte Restitutionspaket ab. Zum einen decke die vertraglich vorgesehene Abgeltung nur einen Bruchteil der tatsächlichen Ansprüche. Zum anderen sei die Naturalrestitution nicht befriedigend geregelt.

Eizenstat, der im Namen der USA die Holocaust-Verhandlungen mit Österreich und anderen europäischen Staaten geführt hat und nach dem Regierungswechsel weiter bei der Umsetzung der von ihm erzielten Abkommen aktiv ist, habe der IKG für ihre Forderungen nun Unterstützung zugesagt, so Muzicant. Überhaupt seien die Gespräche mit "namhaften Vertretern" der amerikanischen Administration und des amerikanischen Kongresses "sehr zufriedenstellend" verlaufen. (APA)

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