OSZE verurteilt Unruhen in Banja Luka

7. Mai 2001, 13:21
posten

Protestierende können Fortschritt in Bosnien nicht zunichte machen

Sarajewo - Die OSZE hat die Unruhen bei der Grundsteinlegung einer Moschee im südbosnischen Ort Trebinje vom Samstag verurteilt. Während der Zeremonie zum Beginn des Wiederaufbaus der Osman-Pascha-Moschee hatte eine Gruppe von Protestierenden Vertreter der internationalen Gemeinschaft und Journalisten attackiert. Unter den Angegriffenen befand sich auch der lokale Chef der Bosnien-Friedensmission, Daniel Ruiz. Am Montag kam es bei der Grundsteinlegung einer Moschee in Banja Luka neuerlich zu schweren Ausschreitungen.

"Terroraktionen können nicht belohnt werden"

Der Geschäftsträger der OSZE-Missionschef in Sarajewo, Botschafter Dieter Woltmann, forderte die Behörden der Republika Srpska auf, diese Störung von Recht und Ordnung zu untersuchen und sicher zu stellen, dass die Gewalttäter mit aller Härte des Gesetzes verfolgt werden. "Die Tage, in denen der Mob Fortschritte und die Gewalt Wiederaufbau und Rückkehr verhindern konnten, sind schon lange vorbei. Diese Terrortaktiken können nicht belohnt werden und werden auch nicht belohnt."

Dass auch einige Medienvertreter angegriffen wurden, könne nur als Versuch gewertet werden, die in den letzten fünf Jahren erzielten Fortschritte hinsichtlich der Medienfreiheit in Bosnien und Herzegowina zunichte zu machen, hieß es in der OSZE-Aussendung. Die OSZE wolle sicher stellen, dass die Grundstücksgesetzgebung umgesetzt und der Wiederaufbau von Kulturdenkmälern und Wohngebäuden fortgesetzt werden sowie grundlegende Menschenrechte inklusive die Medienfreiheit in Bosnien und Herzegowina weiter geschützt bleiben werden. (APA)

Share if you care.