Mit Kreditkarte bezahlen

8. Mai 2001, 14:15
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Keine teureren Verwaltungsstrafen wegen Bargeldmangel

Wien - Die Strafen für Verkehrssünder werden mit 1. Juli zwar nicht billiger, sie können aber zumindest leichter bezahlt werden. Mit diesem Stichtag ist geplant, das Bußgeld flächendeckend in ganz Österreich mit Kreditkarte begleichen zu können. "Es ist eine Serviceleistung für die Bürger", gab das Innenministerium am Montag bekannt.

Pilotprojekt

In einigen Bundesländern wie Vorarlberg, Tirol, Kärnten und dem Burgenland ist das Zahlen mit Kreditkarte schon seit einigen Monaten möglich. Die Rückmeldungen sind gut. Zwischen 20 und 25 Prozent der Verkehrssünder machen bereits von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Keine teuren Verwaltungsstrafen

Beim ÖAMTC steht man der Einführung des Plastikgeldes ebenfalls positiv gegenüber. So könnten sich etwa Organmandate nicht mehr wegen Mangels an Bargeld in - teurere - Verwaltungsstrafen verwandeln. "Auch das lästige zum Bankomat Fahren fällt weg", sagte der ÖAMTC- Jurist Martin Hoffer. Bei Verkehrssündern aus dem Ausland entfalle die Sicherheitsleistung.

Alle gängigen Kreditkarten

Die mit Ritsch-Ratsch-Geräten ausgerüstete Exekutive akzeptiert dem Innenministerium zufolge alle gängigen Kreditkarten. Die Gebühr, die an die jeweiligen Unternehmen entrichtet werden muss, wird nicht auf den Verkehrssünder weitergegeben.

Genau diese Gebühr war dem ÖAMTC zufolge bisher der Grund für die Verzögerung der Einführung. Laut Gesetz ist die Begleichung mit Plastikgeld nämlich - zumindest in der Theorie - seit 1. Jänner 1999 möglich. (APA)

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