Schumacher- Vermarktung boomt im Doppelpack

8. Mai 2001, 13:42
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Noch trennen die beiden Schumis 500 Millionen Schilling, aber Wahl-Österreicher Ralf holt rasant auf

Wien - Bei den schnellsten Brüdern der Welt rollt auch der Rubel immer flotter. Der Wahl-Österreicher Ralf Schumacher, der mit Freundin Cora im Juli sein Haus in Hallwang/Salzburg bezieht, eifert dem Weltmeister in der Familie nicht nur privat, sondern auch in punkto Vermarktung nach. Seit der werdende Vater wie Michael Schumacher (32) in den Olymp der Grand-Prix-Sieger aufstieg, legte das Interesse der Sponsoren kräftig zu.

Marketing-Experten prophezeien dem 25-jährigen Ralf lukrative Werbeverträge, Manager Willi Weber hat neuerdings mit den Anfragen für beide seiner Klienten alle Hände voll zu tun. "Nach dem Imola-Sieg interessieren sich mehr Sponsoren und Partner für Ralf", sagte Weber. "Es war eigentlich überfällig. Der Sieg war ein Impuls."

Keine Vermarktung der Hochzeit

Der geplante Start ins Eheleben tut dem Image des jüngeren Formel-1-Piloten aus Kerpen gut, meint Weber: "Michael hat es vorgemacht. Er ist der Fahrer mit der größten Fan-Gemeinde." Kapital aus dem Privatleben möchte Ralf Schumacher aber nicht schlagen, die Hochzeit wird nicht vermarktet. "Sie wird nicht öffentlich stattfinden", kündigte der Williams-BMW-Pilot an.

Noch liegen Welten zwischen den Verdienstmöglichkeiten der beiden Schumachers. Auf umgerechnet rund 99 Millionen Schilling (7,20 Mill. Euro) taxiert das Magazin "Eurobusiness" das Jahreseinkommen des 25-Jährigen, die jährlichen Gesamteinkünfte des Ferrari-Stars hingegen werden allgemein auf etwa 633 Mio S (46,0 Mill. Euro) geschätzt. Nun hat der Jüngere die Chance, etwas aufzuholen. Die Werbe-Experten Holger Jung und Michael Willms sagen Ralf Schumacher einem "Focus"-Bericht zufolge einen rasanten Aufstieg in die Liga der höchstbezahlten Werbeträger voraus.

Bei beiden Fahrern stehen Vertragsverhandlungen mit ihren Teams an - die aktuellen Kontrakte laufen 2002 aus. "Drei ganz seriöse Angebote" liegen laut Weber für Ralf bereits vor. Jaguar und McLaren-Mercedes sollen dabei sein, dennoch ist Weber an einer weiteren Zusammenarbeit mit Williams-BMW interessiert. "Aber nicht mit aller Gewalt", deutete Weber kräftiges Pokern an. Bei Michael Schumacher will der Manager "keine Hektik" und bis "Mitte bis Ende der Saison" warten. (APA)

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