Mutmaßliche Doppelmörder von Baden weiterer Vergehen bezichtigt

7. Mai 2001, 18:33
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Laut Stadtpolizei konnten 23 Delikte, darunter Diebstähle, nachgewiesen werden

Baden - Im Zuge der Ermittlungen nach dem Doppelmord am Lehrerehepaar in Baden Ende März wurden den inhaftierten Verdächtigen weitere Straftaten nachgewiesen. Das teilte die Stadtpolizei Baden am Montag mit. Demnach geht es um 23 Fakten von Vermögensdelikten und Vandalismus, die in fast allen Fällen gemeinsam ausgeführt worden seien. Motiv dürfte notorische Geldnot gewesen sein.

Den Verdächtigen wird nach Angaben der Stadtpolizei auch die Vorbereitung zu einem Taxiraub in Baden angelastet.

Margot (47) und Franz P. (46) wurden in der Nacht auf 28. März in ihrem Haus in Baden getötet. Die Opfer wiesen zahlreiche Verletzungen, zugefügt durch Hammer und Butterflymesser, auf. Der Student zeigte am folgenden Tag an, die Leichen seiner Eltern "entdeckt" zu haben. Bereits am nächsten Tag gestand er, das Verbrechen gemeinsam mit Hans Peter K. (19) begangen zu haben, um an das durch eine Erbschaft beträchtliche Vermögen des Lehrerehepaares zu kommen. Zwei Tage zuvor war ein Giftanschlag gescheitert. Nach Erhebungen der Kriminalisten war der Mord seit längerem geplant, zwei weitere an dem Komplott Beteiligte verschafften den mutmaßlichen Tätern ein Alibi. Festgenommen wurde auch ein fünfter Verdächtiger. (APA)

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