Belgrader TV-Sender: "Große Anzahl" albanischer Opfer

7. Mai 2001, 08:32
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Aktion der mazedonischen Armee läuft weiter

Belgrad/Skopje - Mazedonische Sicherheitskräfte haben im Laufe der heftigen Gefechte vom Sonntag nördlich von Kumanovo nach Angaben des Verteidigungsministeriums keine Opfer verzeichnet. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Blagoje Markovski, erklärte gegenüber dem Belgrader TV-Sender "Studio B", dass es auf Seiten der albanischer Extremisten eine "große Anzahl" von Opfern gegeben habe.

In einem Telefongespräche mit dem Belgrader Sender konnte Markovski allerdings keine konkreten Angaben machen. "In diesem Augenblick hält die Aktion der Säuberung des Terrains in der breiteren Region von Kumanovo noch immer an", präzisierte der Militärsprecher. Nach Angaben Markovski würden Einwohner der Dörfer in der Kampfzone seitens bewaffneter Albanergruppen als Geiseln gehalten. Sie würden daran gehindert werden, ihre Wohnorte zu verlassen.

Markovski sagte, dass das mazedonische Militär bemüht sei, dieses Problem durch gezielte Angriffe auf Kommandostellen von Extremisten zu lösen, präzisierte Markovski. Der mazedonischer Regierungssprecher Antonio Milosovski hat die Eskalation der Gewalt in Nordmazedonien als "offene Aggression" auf sein Land, die vom Kosovo komme, bezeichnet, meldete der Belgrader Sender "B-92". (APA)

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