Zu rasch unterwegs im Gegenverkehrsbereich

6. Mai 2001, 19:02
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85 Menschen kamen in den vergangenen zehn Jahren auf Autobahnbaustellen um

Wien - Exakt 85 Menschen kamen in den vergangenen zehn Jahren auf Autobahnbaustellen um, 1679 Personen wurden verletzt. Die meisten Toten gab es in den beiden vergangenen Jahren (jeweils 17). Binnen weniger Wochen starben allein im Sommer 2000 in ein und demselben Gegenverkehrsbereich auf der Westautobahn bei Pöchlarn (Niederösterreich) 13 Menschen.

Für Experten macht die Zunahme der Opferzahlen in den letzten Jahren die Gefährlichkeit der Baustellenbereiche mehr als deutlich. Besonders dort hätten Messungen auch weit überhöhte Geschwindigkeiten ergeben. Geschwindigkeiten, die - zusammen mit den engen Fahrspuren - für die schwerwiegenden Unfälle verantwortlich seien.

So ist etwa jener Lkw-Fahrer, der im August vergangenen Jahres einen Unfall mit acht toten Jugendlichen verursacht hat, statt mit den vorgeschriebenen 60 km/h mit mehr als 80 Stundenkilometern in den Baustellenbereich bei Pöchlarn eingefahren. Der Anhänger des Lasters kippte um und schlitzte einen entgegenkommenden Reisebus auf, mit dem eine deutsche Touristengruppe nach Ungarn unterwegs war. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7. 5. 2001, chr)

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