Salzburgs Bildungshaus St. Virgil wird 25

6. Mai 2001, 18:48
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Es kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken

Salzburg - Obwohl noch 25 Jahre jung, kann das katholische Bildungshaus St. Virgil in Salzburg schon auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. Zuletzt brachte Erzbischof Georg Eder das Haus in die Schlagzeilen, als er der Plattform "Wir sind Kirche" im März 2001 die Aufnahme für eine Versammlung verweigerte. Grundsätzlich, so Rektor Hans-Walter Vavrovsky, gebe es keine Zensur bei Veranstaltungen von externen Gästen, "aber wir wissen nicht, welche Gruppen dem Herrn Erzbischof genehm sind".

Das diözesane Bildungshaus stehe für einen offenen Dialog, dazu brauche es auch "einen Platz vor der Kirche", so Vavrovsky anlässlich des Jubiläums. In einem Vierteljahrhundert verzeichnete St. Virgil 70.000 Besucher, allein im vergangenen Jahr waren es 45.000. Um am Markt der Seminarhotels konkurrenzfähig zu bleiben, wurde mehrmals massiv in Umbauten und Anhebungen des Ausstattungsstandards investiert.

Letzte Errungenschaft ist der in den vergangenen zwei Jahren nach Plänen von Architekt Wilhelm Holzbauer umgestaltete Eingangsbereich. Das Gesamtbudget des Bildungshauses beläuft sich auf 30 Millionen Schilling (2,1 Mio. Euro) jährlich. 3,6 Millionen zuzüglich der Personalkosten für die Leitung bezahlt die Erzdiözese. 65 Prozent des Budgets erwirtschaftet das Haus selbst. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7. 5. 2001, stet)

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