Kameraleute fürchten um Filmwirtschaft

6. Mai 2001, 16:55
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Verband Österreichischer Kameraleute sieht schwere Behinderung des Informations- und Bildungsauftrags

Die durch die Regierung entfachte Debatte um den ORF hat nach Ansicht des Verbands Österreichischer Kameraleute (AAC) auch "schwerwiegende Folgen für die ohnehin am Boden liegende österreichische Filmwirtschaft". Ein Wirksamwerden des derzeit in Begutachtung stehenden ORF-Gesetzentwurfes wäre eine schwere Behinderung für die Anstalt, ihrem Informations - und Bildungsauftrag in gebotener Form nachzukommen, heißt es am Sonntag in einer Stellungnahme des AAC-Vorsitzenden Kurt Brazda.

Das stetig sinkende Produktionsvolumen der heimischen Audiovisionswirtschaft, die durch die totale Absenz einer Filmpolitik der Regierung ohnehin schwer geschädigt sei, werde zum freien Fall, wenn der ORF nicht mehr in der Lage sei, Aufträge zu vergeben, befürchten die Kameraleute. Von den "Privaten" könnten sich die Filmschaffenden nichts erwarten, weil deren Verständnis für Niveau und österreichische Identität, wie die Praxis bereits gezeigt habe, schwer unterentwickelt sei. "Österreich verabschiedet sich noch mehr von seiner bereits kaum vorhandenen internationalen Medienpräsenz", so Brazda, der den Politikern "unqualifiziertes parteipolitisch bestimmtes" Handeln vorwirft. (APA)

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