Ärztekammer spricht sich für Aufwertung älterer Arbeitnehmer aus

6. Mai 2001, 15:42
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Ansonst sei das "produktive Zusammenspiel der Generationen" blockiert

Wien - Auch die österreichische Ärztekammer meldet sich zur neuen Pensionsdebatte, wenn auch nur indirekt, zu Wort. Präsident Otto Pjeta meinte am Sonntag, die Integration älterer Menschen in die Arbeitswelt sei ein wichtiger Schritt: "Wir wissen aus unserer ärztlichen Praxis, dass diese Maßnahme sehr positive psychologische, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen haben könnte."

Deutlicher wird der Tiroler Ärztepräsident Artur Wechselberger. Ein Pensionssystem, das ein vorzeitiges Ausscheiden bewährter Mitarbeiter aus dem Berufsleben fördere, vermindere die Möglichkeiten eines "produktiven Zusammenspiels der Generationen", betonte der Ärztekammer-Experte.

Einig sind sich die Ärztekammer-Vertreter in ihrer Ablehnung der geplanten Reduzierung der arbeitsmedizinischen Betreuung. Pjeta hielte solch eine Maßnahmen für "völlig kontraproduktiv", und Wechselberger betonte, dass die Arbeitsmedizin wesentlich dazu beitrage, die Arbeitnehmer psychisch und physisch in die Lage zu versetzen, den Anforderungen des Berufslebens mit Motivation zu begegnen. " (APA)

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