Zwei Touristen bei erneutem Dingo-Angriff in Australien verletzt

6. Mai 2001, 13:07
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Teil der Wildhundepopulation auf Fraser-Island wird erschossen

Sydney - Nach dem tödlichen Angriff eines Dingos auf einen Neunjährigen in Australien hat eine erneute Attacke von Wildhunden auf zwei Rucksacktouristen für Aufsehen gesorgt. Die beiden Briten wurden am Samstag in der Nähe desselben Campingplatzes attackiert, an dem bereits der Bub am vergangenen Montag von zwei Dingos zu Tode gebissen worden war. Der zwei Jahre jüngere Bruder des Getöteten war von den Tieren verletzt worden.

Die beiden Briten kamen auf der beliebten Ferieninsel Fraser mit Biss- und Kratzwunden davon. Der beißwütige Dingo wurde erschossen. "Das beweist nur, dass unsere Tötungsaktion richtig ist", sagte Ministerpräsident Peter Beattie.

Nach dem tödlichen Angriff auf den Buben hatte die Regierung des Bundeslandes Queensland angeordnet, dass zunächst etwa 30 der 200 auf Fraser lebenden Dingos erschossen werden sollen. Die Quote war am Wochenende fast erfüllt. Außerdem wurde bekannt, dass zumindest ein Dingo bei der Aktion nur angeschossen wurde und sich zwei Tage lang quälte. Dies löste Kritik von Tierschützern aus. Eine Klage eines Aborigine-Stammes gegen die Dingo-Tötungen wurde von einem Gericht zurückgewiesen. "Für uns sind Kinder wichtiger als Dingos", wurde argumentiert. (APA/dpa)

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