The "fastest Browser on Earth"

7. Mai 2001, 11:46
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Opera 5.11 veröffentlicht - Opera-Chef über die herausragende Geschwindigkeit des Webbrowsers

Am 3. Mai veröffentlichte die norwegische Softwareschmiede Opera die neueste Version ihres Browsers - Opera 5.11 für Windows. Damit rückte das Unternehmen seinem erklärten Ziel, sich als der "dritte Browser" neben Internet Explorer und Netscape Navigator zu etablieren, einen Schritt näher. Die neue Version zeichnet sich u.a. durch verstärkten CSS-Support, einigen Bugfixes und einem verbesserten E-Mail-Client aus. Mit 2,24 MByte (ohne Java) beziehungsweise 9,96 MByte hält sich die Downloadzeit für die neue Version im erträglichen Rahmen.

Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit

Das herausragende Argument für Opera, der für alle gängigen Betriebssysteme - zum Teil noch als Betaversion - erhältlich ist, sind seine Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit. Insbesondere auf langsameren Systemen zeigt der Browser einen deutlichen Vorsprung gegenüber Microsofts Internet Explorer, Mozilla oder Netscape 6.

Der Browser ist kostenlos erhältlich, mit der Einschränkung, dass Bannerwerbung eingeblendet wird - eine Methode, die auch andere Anwendungen wie Eudora oder GoZilla benutzen. Gegen eine Registrierungsgebühr von 40 Dollar lässt sich die Werbung ausblenden.

Opera Chef im Interview

Beinahe Zeitgleich mit dem Release der Version 5.11. veröffentlichte die Zeitschrift ct ein ausführliches Interview mit Jon S. von Tetzchner - dem Chef von Opera.

Darin geht er u.a. auf die Frage ein, warum es so schwer ist "einen guten Browser zu schreiben". Seine Antwort: "Ein Browser muss schrecklich viele Standards einhalten; allein das ist schon komplex genug. Hat man die implementiert, muss man sein Produkt auch noch so anpassen, dass es mit den Seiten da draußen funktioniert, weil sich 95 Prozent der Sites nicht an die Standards halten. Mosaic versuchte als Erster, nett zu Web-Autoren zu sein und deshalb zu erraten, was der Seitenersteller wirklich wollte. Netscape und Microsoft machten genauso weiter. Mit diesem Problem wird sich jeder, der in den Browser-Markt will, sehr schwer tun."

The fastest Browser on Earth

Auf die Frage, warum Opera 5.x von seinem Unternehmen mit dem - bisher unwidersprochenen - Slogan "fastest Browser on Earth" beworben wird, verrät von Tetzchner, dass Betriebssysteme "so weit wie möglich" ausgenutzt werden und der Browser entsprechend auf die optimale Geschwindigkeit getunt wird - "Daraus ergeben sich nicht selten Probleme, die es dann zu beseitigen gilt - beispielsweise bei den Socket-Implementierungen, aber auch mit nicht standardkonformen Web-Servern. So sind nicht nur die Seiten ein Problem, sondern auch die Web-Server, die die Protokolle nicht einhalten." (red)

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