Papst ruft in Damaskus zu Frieden und Dialog in Nahost auf

5. Mai 2001, 15:12
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"Verständnis und Respekt" zwischen Christen, Juden und Moslems gefordert

Damaskus/Rom - Papst Johannes Paul II. hat zu Frieden und Dialog im Nahen Osten aufgerufen. Die Menschen der Region hätten ein Recht auf "friedliche Koexistenz", sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche am Samstag in Damaskus in seiner auch vom Vatikan-Fernsehen übertragenen Rede. Seine Pilgerfahrt sei dafür "ein Zeichen der Hoffnung".

In Damaskus sagte Johannes Paul II., "wahrer Friede" in der Region könne nur durch "Verständnis und Respekt" zwischen Christen, Juden und Moslems erreicht werden. Syriens Präsident Bashar el Assad bat das Oberhaupt der katholischen Kirche um Unterstützung für Syrien, Libanon und die Palästinenser gegen die israelische "Unterdrückung". Das Oberhaupt der katholischen Kirche war am Samstagmittag auf seiner sechstägigen Pilgerreise in Damaskus eingetroffen.

Der 80-jährige Papst stützte sich auf einen Stock, sprach aber mit fester Stimme. Damaskus ist nach Athen die zweite Station seiner 93. Auslandsreise "auf den Spuren des Apostels Paulus".

Vor Assad und zahlreichen Würdenträgern rief Johannes Paul zu einem "neuen Dialog zwischen Christen und Moslems" auf. "Ich komme als Pilger des Glaubens", sagte der Papst und wandte sich unter Beifall ausdrücklich an die islamische Glaubensgemeinschaft. (APA/dpa) (APA/dpa/AFP)

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