Freude bei Onodi über hohe Zustimmung

6. Mai 2001, 10:18
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NÖ Sozialdemokraten für Gusenbauer "sehr, sehr geschlossen"

St. Pölten - "Ich freue mich wirklich über die Zustimmung", sagte die neue SP-NÖ-Landesvorsitzende LHStv. Heidemaria Onodi, für die es beim Parteitag zwei Mal "standing ovations" gegeben hatte - zunächst nach ihrer Rede, dann bei der Verkündung des Wahlergebnisses. Sie habe nach der Entscheidung im Landesvorstand sehr viel Kontakt zu Funktionären und Mitgliedern gesucht. Dabei habe sie Zustimmung und Vertrauen verspürt, so Onodi. Dem Wahlergebnis vom Samstag zufolge sei die Überzeugungsarbeit innerhalb der Partei binnen weniger Wochen gelungen.

"Sehr, sehr geschlossen"

Die NÖ Sozialdemokraten seien "sehr, sehr geschlossen". Diese Feststellung traf SP-Bundesvorsitzender Abg. Alfred Gusenbauer im Anschluss an den 37. ordentlichen Parteitag der Landesgruppe in St. Pölten. Die SP-NÖ sei "imstande, Personalfragen kontrovers zu diskutieren, aber dann Entscheidungen gemeinsam zu tragen". Das sei bei der Wahl von Heidemaria Onodi zur neuen Landeschefin - mit 95,42 Prozent - deutlich zum Ausdruck gekommen.

Gusenbauer sprach gegenüber der APA von einem "sensationellen Ergebnis", wenn man an die schwierige Debatte nach dem Rücktritt von Karl Schlögl und daran denke, dass es im Landesvorstand (am 28. März, Anm.) noch zwei Kandidaten für die Nachfolge gegeben hatte. Der nunmehrige Parteitag, nur wenige Wochen später, habe jedoch gezeigt, dass die SP-NÖ geeint sei.

"Stärkeres eigenständiges Profil"

Das intakte Arbeitsübereinkommen mit der Volkspartei im Land "soll eingehalten werden", so Gusenbauer weiter. Die Landesgruppe müsse aber ein "stärkeres eigenständiges Profil entwickeln", um reüssieren zu können. Heidemaria Onodi steht laut dem SP-Bundeschef für Volksnähe, soziale Gerechtigkeit, Gesundheit und Bildung. Das seien "Themen, wo sie zu Hause ist". Gleichzeitig handle es sich um "Bedürfnisse in der Bevölkerung", bei denen die Volkspartei "Schwächen" habe.

Karl Schlögl bezeichnete das Wahlergebnis für seine Nachfolgerin als "toll". Der Parteitag habe Heidemaria Onodi einen "guten Start als Vorsitzende gegeben". Der nun ehemalige Landeschef bekräftigte, dass er als Bürgermeister von Purkersdorf "bis zum Ende der Periode" (planmäßig Frühjahr 2005, Anm.) im Amt bleiben werde.

Ein hohes Ergebnis für Onodi "vorausgesagt" hatte Abg. Hannes Bauer. Die Sozialdemokraten seien eine "disziplinierte Partei", stellte er noch vor der Wahl fest. Bauer war bekanntlich ebenfalls ins Rennen um die Schlögl-Nachfolge gegangen, hatte aber im Landesvorstand nicht die notwendige Mehrheit erhalten. (APA)

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