Bayern trennt sich von E.ON-Aktienpaket in Milliardenwert

4. Mai 2001, 21:53
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Gesamtwert von 4,6 Milliarden Mark

München - Das deutsche Bundesland Bayern will sich zumindest teilweise von seinem Aktienpaket an dem Energiekonzern E.ON trennen. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSDU) und das Management des Konzerns seien sich über das Milliarden-Geschäft "grundsätzlich einig", schreibt die "Süddeutschen Zeitung" in ihrer Ausgabe am Samstag. Damit könnten dem Haushalt des Freistaats Einnahmen in Milliardenhöhe winken. Unklar sei noch, ob sich der Freistaat ganz oder nur teilweise aus dem Konzern zurückziehen werde.

Der Freistaat Bayern ist mit rund 5,5 Prozent an der E.ON AG (Düsseldorf) beteiligt, die aus dem Zusammenschluss von VEBA und VIAG einschließlich der Töchter PreussenElektra und Bayernwerk entstanden war. Nach Angaben der Zeitung hat das E.ON-Aktienpaket des Freistaats derzeit einen Wert von rund 4,6 Milliarden DM (2,35 Mrd. Euro/32,4 Mrd. S). Bayern hatte vor der Fusion 25,1 Prozent an der VIAG gehalten und war somit Pate des spektakulären Zusammenschlusses. Bei der Fusion hatte Stoiber nach Angaben der Zeitung angekündigt, der Freistaat werde "sich später vollständig aus dem neuen Konzern zurückziehen". (APA/dpa)

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