"Smiling Billy" Higgins (1936-2001)

4. Mai 2001, 20:32
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Jazz-Schlagzeuger mit leichtem Swing

New York - Der amerikanische Jazz-Schlagzeuger Billy Higgins ist nach einem Bericht der New York Times am Donnerstag im Krankenhaus im kalifornischen Inglewood an einem Leber- und Nierenversagen im Alter von 64 Jahren verstorben.

Higgins wurde in den späten fünfziger Jahren durch Mitwirkung an frühen Aufnahmen von Ornette Coleman bekannt. Seither galt er als einer der gefühlvollsten Jazzer, mit leichtem Swing und melodischem Stil. Higgins machte mit Lee Morgan, Donald Byrd, Hank Mobley und vielen anderen Platten und übernahm gelegentlich auch den Gesangs- oder Gitarrenpart.

In den siebziger Jahren spielte er im Mr. Walton's Trio und für anderen Jazzgruppen, Ende der siebziger brachte er eigene Platten wie "Soweto", "Soldier", und "Once More" heraus. Er lehrte auch Jazz an der Universität von Kalifornien.

Seinen Spitznamen "Smiling Billy", lächelnder Billy, bekam er, weil er bei Auftritten eine ungeheure Freude und Heiterkeit ausstrahlte. Am 22. Jänner hatte er seinen letzten Auftritt in einem Club in Los Angeles. (APA/dpa)

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