Schützenhilfe aus Südtirol für Air Alps

4. Mai 2001, 18:52
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Firmenallianz nimmt im Cockpit Platz

Innsbruck/Bozen - Eine Allianz von rund 20 Südtiroler Unternehmen wird die Mehrheit an der maroden Tiroler Fluglinie Air Alps Aviation übernehmen. Das wurde am Freitag in Innsbruck fixiert. Die Namen der Unternehmen wollte deren Rechtsvertreter Gerhard Brandstätter noch nicht nennen. "Sie zählen zu den namhaftesten in Südtirol", meinte er lediglich. Kolportiert wird eine Beteiligung unter anderem des Speckerzeugers Senfter, des Medienhauses Athesia und des Hoteliers Franz Staffler.

Voraussetzung für den Einstieg der Südtiroler Firmengruppe ist laut Brandstätter die Annahme des gerichtlichen Ausgleichs. Der außergerichtliche ist gescheitert. Der derzeitige Alleineigentümer Dietmar Leitgeb - lange Jahre Verkaufsleiter von Ericsson in der Schweiz und gelernter Linienpilot - will sich bis zum Pensionsantritt in drei Jahren "schrittweise zurückziehen". Die Allianz sei "offen" für weitere Partner, meint Brandstätter. Vor allem mit Tiroler Unternehmen habe es schon Vorgespräche gegeben.

Während des Ausgleichs soll der Flugbetrieb auf derzeit sechs Strecken aufrecht bleiben, zudem will die Fluglinie wie geplant ab morgen Sonntag die Verbindung Innsbruck- Zürich aufgenommen wird. Die Firmengruppe will in erster Linie den Regionalairport Bozen in Konkurrenz zu Tyrolean attraktiver machen, vor allem durch eine Allianz mit Alitalia für Italienflüge. (bs, DER STANDARD, Printausgabe 5.5.2001)

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