Wien: Rechnungshof kritisiert Sozialamt

4. Mai 2001, 21:26
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Standardisierung der Verträge gefordert

Wien - Der Rechnungshof erachtet nach einer Prüfung des Wiener Sozialamtes (MA 12) eine Definition der Dienstleistungen in Form von Leistungsbeschreibungen und die Standardisierung der Verträge als notwendig. Unter anderem wäre bei der Behindertenhilfe die "erforderliche Einflussnahme" der Stadt auf von ihr zu tragende Kosten sicherzustellen.

Laut Rechnungshof wurden erhebliche Unterschiede festgestellt, die sich nicht nur mit der unterschiedlichen Intensität der Betreuung erklären ließen, heißt es.

In einzelnen Bereichen hat es demnach Kostenunterschiede von 50 oder sogar mehr als 100 Prozent gegeben. Die Prüfer empfahlen, die "betriebswirtschaftlichen Untersuchungen fortzuführen" und ihre Ergebnisse bei der Gestaltung der Tagsätze einfließen zu lassen. Weiters wären Qualitätsvorgaben zu erarbeiten, die in einen Leistungskatalog münden sollten.

Der Stadtsenat habe diesen Empfehlungen grundsätzlich zugestimmt, heißt es. Sozialstadträtin Grete Laska nimmt die Kritik gelassen - in der Sache sei man sich nämlich einig: "Was der Rechnungshof kritisiert, sind durch die Bank Punkte, an denen wir bereits arbeiten."
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5. Mai 2001)

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