US-Experten treten Heimreise an

5. Mai 2001, 09:28
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Spionageflugzeug ist nach Angaben der Techniker reparabel

Peking/Washington - Nach tagelanger Inspektion des auf der chinesischen Insel Hainan notgelandeten US-Spionageflugzeugs hat ein Team von amerikanischen Fachleuten die Heimreise angetreten. Die fünf Mitarbeiter des Flugzeugbauers Lockheed Martin verließen Hainan am Samstag nach viertägigem Aufenthalt, wie die chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Beide Seiten wollten die Diskussion über den weiteren Umgang mit der Maschine fortsetzen, ergänzte die staatliche Agentur.

Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums kamen die Experten zu dem Schluss, das die Anfang April nach einer Kollision mit einem chinesischen Abfangjäger auf Hainan notgelandete Maschine repariert und in die USA zurückgeflogen werden kann. Die Fachleute sollten nach US-Angaben auf dem Rückweg einen Zwischenstopp auf Hawaii einlegen und dort den Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte im Pazifik, Admiral Dennis Blair, über ihre Erkenntnisse informieren.

Maschine reparabel

Das US-Spionageflugzeug auf der südchinesischen Insel Hainan kann repariert und von der Insel geflogen werden. Das geht nach Angaben von US-Regierungskreisen von Freitag aus dem Bericht der Techniker hervor, die die viermotorige Turboprop-Maschine in den vergangenen Tagen untersuchen durften. Zunächst war aber noch nicht klar, wie die US-Regierung in dem Fall weiter vorgehen will, der zu einer schweren Belastung der Beziehungen zu Peking führte.

Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat privat die Ansicht geäußert, die Maschine sollte von der Insel geflogen werde. China hat aber schon signalisiert, dies nicht gestatten zu wollen. Eine Alternative könnte sein, das Flugzeug auseinanderzunehmen und von einem Schiff oder Transportflugzeug abholen zu lassen. (APA/AP)

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