Kampf gegen den Gestank

4. Mai 2001, 15:47
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Linz schickt "Geruchskontrolleure" aus

Linz - Die Stadt Linz schickt im Rahmen eines "Geruchsprojekts" Kontrolleure aus, die die Umgebung "beriechen". Damit soll dem Gestank der Kampf angesagt werden. Denn trotz "hervorragender" Luftgütedaten werden von den Bewohnern immer wieder unangenehme "Düfte" festgestellt, erklärte Umweltstadträtin Christiana Dolezal (S) am Freitag bei einer Pressekonferenz in Linz. Um entsprechende Sanierungsmaßnahmen einleiten zu können, sollen potenzielle Gestanks-Quellen "systematisch" ausgeforscht werden.

Auffälligen Gerüche werden festgehalten

Maßnahmen zur Lokalisierung von Geruchsfahnen und deren Quellen werden seit April des heurigen Jahres durchgeführt, berichtete Dolezal. Täglich fährt ein Mitarbeiter eine genau definierte Route ab. Dabei wird die Luft an 34 Standorten im Linzer Stadtgebiet und östlich der Donau kontrolliert. Alle auffälligen Gerüche werden schriftlich festgehalten und dokumentiert. Der Kontrolleur hält an den vorgegebenen Punkten und "beriecht" die Umgebung. Als weitere Datenquelle dient die Beobachtung der meteorologischen Situation. Geruchsbelästigungen treten verstärkt bei einer so genannten Inversionswetterlage auf.

Die Kontrollfahrten werden noch bis Ende Mai durchgeführt. Danach erfolge die Auswertung der Daten. Dabei sollen die Hauptverursacher ermittelt werden. Bisher habe die Zusammenarbeit mit den Betrieben "sehr gut" funktioniert. Denn auch die Industrie habe großes Interesse, das Problem zu lösen, so Dolezal. (APA)

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