"Die Leute sind hungrig nach weiblichen Rockbands"

5. Mai 2001, 22:34
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US-Frauengruppe "The Donnas" gastierte in Wien

Wien - "Wir klingen nicht wie eine Kinderband!" - ein klares Statement der US-Frauengruppe The Donnas. Auch wenn die vier Musikerinnen aus einer wohlhabenden Gegend in Kalifornien kommen, haben sie mit Glanz und Glamour wenig zu tun: "Unsere Vorbilder sind Rock-Acts aus den Sechzigern und Siebzigern. Wir lieben Rock'n'Roll", betonten die jungen Frauen am Donnerstag Abend anlässlich ihres Konzertes in der Szene Wien. Zugleich präsentierte das Quartett sein neues Album "Turn 21" (edel).

Seit acht Jahren lassen es Donna A. (Gesang), Donna C. (Drums), Donna F. (Bass) und Donna R. (Gitarre) krachen. "Die Leute sind hungrig nach weiblichen Rockbands, die selbst ihre Instrumente spielen können", erklären die Frauen ihren zunehmenden Erfolg. Dabei hatten es die Donnas zu Beginn ihrer Karriere nicht so leicht: "Wir gingen in eine Schule, die Schauplatz einer Seifenoper hätte sein können. Alle waren reich, dauernd feierten sie in ihren Häusern Partys. Wir waren natürlich nicht eingeladen, denen sind wir zu verrückt gewesen."

Doch auch mit der Alternativszene kamen die Frauen zunächst nicht zurecht: "Die wirklich Ausgeflippten hielten uns für zu normal! Also mussten wir unsere eigene Gruppe gründen." Mittlerweile können The Donnas aus Plattenveröffentlichungen und drei Tourneen außerhalb Amerikas zurückblicken. Einige Mitschülerinnen sind vermutlich längst vor Neid erblasst: "Am College gab es Tussis wie aus dem Bilderbuch. Die haben einen Anti-Donnas-Club gegründet, um uns zu ärgern. Es gibt immer Menschen, die andere niedermachen wollen." (APA)

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