Bush fördert Freunderlwirtschaft

5. Mai 2001, 15:12
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Parteispender und enge Freunde ohne diplomatische Erfahrung bekommen Botschafterposten

Washington - US-Präsident George W. Bush hat ungewöhnlich schnell zahlreiche attraktive Botschafterposten mit Parteispendern besetzt. Nach einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung der Zeitung "USA Today" wurden von 27 bisher nominierten Posten 22 an enge Freunde oder finanzielle Unterstützer Bushs vergeben, die über kaum oder gar keine diplomatische Erfahrung verfügen. Es sei zwar üblich, dass Präsidenten loyale Spender mit Botschafterposten belohnten, doch gehe Bush einen Schritt weiter und habe sehr schnell und vor allem auch sehr attraktive Positionen wie Paris, Madrid oder die Bahamas an Parteispender vergeben.

Zu den großzügigen Spendern gehören der Computer-Millionär Richard Egan, der 491.000 Dollar (553.177 Euro/7,61 Mill. S) gegeben hat und als Botschafter nach Irland geschickt werden soll, und der Pharma-Manager Charles Heimbold mit 367.200 Dollar (413.475 Euro/5,69 Mill. S), der Chefdiplomat in Schweden werden soll. Der Milliardär Howard Leach gab nach Informationen der Zeitung 225.000 (253.493 Euro/3,49 Mill. S) Dollar und soll nun Washington in Paris vertreten.

Zu den wenigen Ausnahmen gehört der von Bush als künftiger Botschafter in Berlin nominierte frühere republikanische Senator Dan Coats. Er hatte nur 3.500 Dollar (3.943 Euro/54.260 S) gespendet. (APA/dpa)

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