Europäische Minderheiten-Zeitungen gründen Dachverband MIDAS

4. Mai 2001, 14:45
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Gemeinsam über 40 Millionen Leser

Zahlreiche europäische Tageszeitungen erscheinen in Minderheiten- oder Regionalsprachen. Ende April wurde bei einer Konferenz in Palma ein Dachverband für diese Medien, die Europäische Vereinigung von Tageszeitungen in Minderheiten- und Regionalsprachen (MIDAS), gegründet. Als Ziele des neuen Verbands gab Toni Ebner, Chefredakteur der Südtiroler "Dolomiten" und neu gewählter MIDAS-Präsident, laut Aussendung gegenseitige Hilfestellung, Informationsaustausch, gemeinsame Werbemaßnahmen, Lobbying in der EU sowie den Einsatz neuer Medien an.

Minderheiten müssten ihre Vorteile gegenüber der Mehrheitsbevölkerung nutzen, "schließlich sind sie in mindestens zwei Sprachen und Kulturen zu Hause", so Ebner weiter. Diese Vorteile sollten noch stärker genutzt werden. "Alleine sind Minderheiten schwach, aber zusammen erreichen wir 40 Millionen Leser."

MIDAS repräsentiere mehr als zehn Sprachgemeinschaften in Europa. Die Nonprofit-Organisation richte sich nach den Zielen und Prinzipien der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen. Im Vereinsvorstand vertreten sind neben Ebner Mitglieder aus Finnland, der Slowakei, Katalanien, dem Baskenland, Deutschland und Italien. Sitz der Vereinigung ist Bozen. (APA)

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