China aus der Luft, einst und heute

4. Mai 2001, 15:13
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Grabhügel verschwanden en masse

Bochum - Einen Luftbildatlas mit archäologischen Fundstellen im Nordosten Chinas haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum zusammen mit dem Archäologischen Institut der Provinz Schantung erstellt. Der Atlas sei ein Anfang, um das reichhaltige archäologische Erbe Chinas zu bewahren, und ermögliche, die Fundstellen vor weiteren Beschädigungen zu schützen und eventuell wissenschaftlich zu untersuchen.

Die Forscher werteten alte Luftbilder der Jahre 1928 bis 1938 aus und verglichen diese mit Vermessungsluftbildern von 1975. 1938 seien noch fast 2.900 Objekte sichtbar gewesen, neben einigen alten Stadtbefestigungen hauptsächlich Grabhügel. Auf den späteren Fotos seien davon nur noch 445 erkennbar gewesen. Eine Geländeüberprüfung im Jahr 1999 hat ergeben, dass nur noch knapp 150 Anlagen erhalten seien.

Im Verlauf von 60 Jahren seien damit fast 95 Prozent der Monumente verschwunden, in der Regel wegen Ackerbau oder Überbauung. (APA/dpa)

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