Lauda und Tyrolean: Nachdruck bei KV-Forderungen

4. Mai 2001, 15:19
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Von Abschluss "weit entfernt" - "Zebrastreifen" am Flughafen Wien

Wien - Das "fliegende Personal" der Fluggesellschaften Lauda Air und Tyrolean Airways operiert im Bedarfsfall auch am Boden: Mit einer Art Zebrastreifen am Wiener Flughafen haben Mitarbeiter der beiden AUA-Töchter ihren Forderungen bei den laufenden Kollektivvertragsforderungen Nachdruck verliehen. "Ausgeschlafen? Ihre Crew auch? Sind Sie sicher? 6 Flüge am Stück! Safety First! Guten Flug", so die Botschaft des "Zebrastreifens".

Tyrolean und Lauda Air-Bordpersonal kämpfen beide um eine Angleichung ihrer Arbeitsbedingungen an jene der Muttergesellschaft Austrian Airlines (AUA). Probleme gibt es bei den Lauda-Langstreckenflügen, bei der Regionalfluggesellschaft Tyrolean wird die mitunter hohe Zahl von Kurzstreckenflügen beanstandet.

Von Abschluss weit entfernt

"Wir sind trotz einer Annäherung von einem Abschluss von entfernt. Ohne weiteren Druck wird es keinen Abschluss geben", sagte Belegschaftsvertreter Thomas Fischelmaier von der Lauda Air . Das Lauda-Bordpersonal hat noch immer keinen Kollektivvertrag, sondern fliegt auf Basis einer Betriebsvereinbarung. Die Mitarbeiter fordern insbesondere bei Langstreckenflügen einen dritten Piloten im Cockpit sowie bessere Ruhezeitregelungen. "Die Arbeitsbedingungen dürfen bei uns nicht qualitativ schlechter sein wie bei der AUA", so Fischelmaier.

"Hin und Her"

Laut Tyrolean-Betriebsratssprecher Norbert Fröwis habe es in der jüngsten Verhandlungsrunde gestern keine Fortschritte, sondern nur ein "Hin- und Herziehen von Standpunkten" gegeben. Die Belegschaft fordert eine Angleichung der Arbeitsbedingungen an jene der Mutter, für Abweichungen davon gebe es "keinen plausiblen Grund", so Fröwis. Für die nächste Verhandlungsrunde am 14. Mai in Innsbruck hoffe er auf Signale des Entgegenkommens. "Unsere Forderungen kosten kein Geld, sondern nur Flexibilität", sagte er. Mit einer Reihe von Maßnahmen und Informationsveranstaltungen wollen die Personalvertreter auch weiterhin auf ihre Anliegen aufmerksam machen. (APA)

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