Baustein-Konzern Lego schlittert in die roten Zahlen

4. Mai 2001, 12:19
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Videospiele und Konsolen bringen Dänen unter Druck

Kopenhagen - Der Baustein-Konzern Lego ist im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht und bremst deswegen seine ehrgeizigen Expansionspläne. Wie das dänische Familienunternehmen am Freitag in der Firmenzeitschrift "Lego Life" bekannt gab, erwirtschaftete es einen Verlust von 831 Millionen Kronen (111 Mill. Euro/1,532 Mrd. S) nach Steuern. Der Umsatz sank um 3,5 Prozent auf 9,47 Milliarden Kronen.

Analysten zufolge machen Videospiele und Konsolen dem traditionellen Lego-Spielzeug immer stärker zu schaffen. Die Firmenspitze erklärte, das 1932 gegründete Unternehmen wolle sich wieder mehr auf die Stärken der bunten Plastikbausteine besinnen. Randbereiche wie Bekleidung, Bücher oder Uhren sollen aufgegeben oder abgebaut werden, der Ausbau der Freizeitparks nach der Eröffnung des Legolands in Bayern wird vorerst gestoppt.

Bereits 1998 hatte Lego rote Zahlen geschrieben, 1999 aber wieder einen Reingewinn von 274 Millionen Kronen erwirtschaftet. Lego-Vizechef Poul Plougmann räumte ein, der neuerliche Verlust sei "äußerst enttäuschend". Firmenchef Kjeld Kirk Kristensen versicherte, Lego-Fans rund um den Erdball bräuchten sich trotz des wirtschaftlich schwierigen Jahres nicht um die Zukunft der Firma zu sorgen.(APA)

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