Verschlechterte Lebensbedingungen im Südlichen Afrika

4. Mai 2001, 11:41
posten

UN-Bericht empfiehlt stärkere Beteiligung der Frauen an der Macht

Windhuk - Die Lebensbedingungen für die Menschen im Südlichen Afrika haben sich in den vergangenen Jahren in den meisten Ländern verschlechtert. Das ist das Fazit eines Berichtes, den das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) am Donnerstag in der namibischen Hauptstadt Windhuk vorgelegt hat. Von 1995 bis 1998 hat sich das Umfeld für die Menschen in den acht Ländern Angola, Botswana, Kongo, Malawi, Namibia, Simbabwe, Sambia und Südafrika negativ entwickelt, heißt es in der Studie.

Ein Drittel der Menschen hat demnach keine Chance auf ein langes und gesundes Leben, und 30 bis 40 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung ist entweder arbeitslos oder im informellen Sektor oder der Subsistenzwirtschaft unterbeschäftigt. Gemessen an kurzer Lebenserwartung, AnalphabetInnentum, der Zahl der unterernährten Kinder sowie mangelndem Zugang zu sauberen Wasser und medizinischer Versorgung galten 1998 in Angola und Mosambik mehr als die Hälfte der Bevölkerung als arm.

Anlass zur Sorge gebe auch die historisch gewachsene Ungleichheit bei der Landverteilung, die eine potenzielle Quelle für Instabilität sei. Außerdem sei eine stärkere Beteiligung der Frauen an der Macht nötig, die noch immer unter diversen Formen der Diskriminierung litten. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.